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Ayurveda - Kräuterzauber! Was Gewürze und Kräuter in sich haben

Ayurveda - Kräuterzauber! Was Gewürze und Kräuter in sich haben
Vor 5 Monaten

Ayurveda - die Jahrtausende alte Wissenschaft vom Leben - ein noch immer lebendiges und in der Tradition ungebrochenes ganzheitliches Medizinsystem aus Indien weiß die heilsame Wirkung von Kräutern und Gewürzen von jeher besonders gut zu schätzen. 80% der Wirkung einer Ayurvedatherapie lässt sich durch Ernährung und Lebensweise bewerkstelligen, was die enorme Kraft einer ausgewogenen und typgerechten Küche unterstreicht.

Das Wunderbare an diesen wohlschmeckenden pflanzlichen Helfern ist die ständige Verfügbarkeit zu relativ geringen Kosten im Gewürzregal des Supermarktes nebenan.

Wie bei allen pflanzlichen Produkten lohnt es sich, für biologische und geprüfte Qualität etwas mehr auszugeben und die Frische der Produkte zu beachten. Generell rauchen zu Pulver gemahlene Kräuter und Gewürze schnell zu unaromatischem und unwirksamen Staub aus, weshalb ich meinen Patienten gerne empfehle die Zutaten frisch zu mahlen.

Viele Allergien und Intoleranzen, ja sogar die Autoimmunerkrankungen werden im Ayurveda auf ein schwaches Verdauungsfeuer zurückgeführt. Wer neben dem Einhalten der allgemeinen Ernährungsregeln (keine Zwischenmahlzeiten, regelmäßig warm und frisch essen, nicht überessen, etc..) ausreichend und richtig würzt, kann das schwere Gefühl in der Magengegend, den unregelmäßigen Stuhlgang oder die morgendliche Steifigkeit eventuell schon loswerden ohne je einen Arzt aufgesucht zu haben. Die bunten und wohlriechenden Helfer feuern unseren Stoffwechsel so richtig an!

Nun aber zu einigen Beispielen und Kommentaren zum Thema Gewürze und Kräuter:

Kurkuma (Gelbwurz)

Antioxidativ, entzündungshemmend, antibakteriell, krebsvorbeugend, entgiftend

Kurkuma am besten frisch mit einer japanischen Ingwerreibe feinreiben und mit ein wenig Olivenöl oder Ghee zusammen mit den anderen Gewürzen zugedeckt anbraten bevor z.B. das Gemüse und die Flüssigkeit hinzugegeben wird. Wer Kurkuma nicht frisch findet, kann natürlich auch zum Pulver greifen.

Zusammen mit ein wenig schwarzem Pfeffer wird Kurkuma vielfach besser aufgenommen und hilft beim Vorbeugen von Darmkrebs und Entzündungen.

Bei kleinen Hautinfektionen, Mückenstichen mit Juckreiz und Ausschlägen kann Kurkuma allein oder auch zusammen mit Aloevera Gel oder Honig Linderung bringen.

Bei Halsschmerzen: Nehmen sie 2-3x täglich einen gestrichenen EL Kurkuma und eine kleine Prise Pfeffer mit ¼ Glas warm Wasser verrührt in den Mund zum gurgeln, danach Schlucken. Entzündete Mandeln reagieren besonders gut auf Kurkuma.


Ingwer

Regt den Stoffwechsel an, wirkt gegen Übelkeit (wie auch Kardamom), ist leicht „blutverdünnend“ und gut bei Heiserkeit

Am Besten mit 5 Scheiben in der Größe einer 50cent-Münze 1 Liter Tee in der Thermoskanne zubereiten, zugedeckt 15 min ziehen lassen und über den Tag verteilt trinken. Getrockneter Ingwer wird von Magen-empfindlichen Personen oft besser vertragen als der frische Ingwer. Wie beim Kurkuma beschrieben kann Ingwer auch gerieben und mit Gewürzen angebraten werden, bevor die anderen Zutaten einer Speise in die Pfanne kommen. Wer den Geschmack nicht so mag oder die Schärfe nicht aushält, kann sich auch ein alkoholisch vergorenes Ingwerelixier besorgen wie das von Aashwamedh.


Gewürznelken

Stoffwechselanregend, antibakteriell, schmerzlindernd (lokal betäubend und als Kopfschmerzmittel), gut bei Kopfschmerz und Übelkeit

Gewürznelken lassen sich, wenn der bröselige „Kopf“ entfernt wird und sie ein wenig im Mund behalten werden, gut über den Tag verteilt kauen. Frischer Atem garantiert! Ein Basilikum-Gewürznelken-Pfeffer-Ingwer-Tee kann bei leichtem Fieber eingenommen werden. Als Pulver können Gewürznelken hervorragend in den gekochten Frühstücksbrei gegeben werden, man kann sie aber auch in eine geschälte Zwiebel stecken und z.B. mit Reis mitkochen.#


Koriandersamen

Verdauungskraft stärkend, blähungsreduzierend, entwässernd, gut für die Augen, gut für die Haut

Als Gewürzpulver ins heiße Öl geben - wie zuvor bei Kurkuma beschrieben.

Koriandersamenkaltauszug (1-2EL in 1,5 Liter Wasser für 3 Stunden ziehen lassen) wirkt hervorragend durststillend und schmeckt auch bei Zimmertemperatur lecker.

Koriandersamen können hervorragend bei Akne und anderen entzündlichen Hauterkrankungen als Paste mit roten Linsen und Sandelholz, eventuell auch Aloe Vera aufgetragen werden.


Kardamom

Durststillend, kühlend, harntreibend, gut gegen Übelkeit, Husten und schlechten Geschmack im Mund

Kardamom passt hervorragend in Süßspeisen und den gekochten Getreidebrei, kann aber auch (wie Kurkuma) beim aufkochen der Milch die Verträglichkeit dieser erhöhen.


Kreuzkümmel

Appetitanregend, harntreibend, Blähungswidrig, entkrampfend

Ein köstliches Gewürz für die Zubereitung von blähenden Hülsenfrüchten und Gemüsen um Bauchschmerzen und Krämpfe vorzubeugen.


Basilikum

Fiebersenken, herzstimulierend, schweißtreibend, desinfizierend und verdauungsstärkend

Eignet sich hervorragend zum Garnieren von Speisen, man sollte das wertvolle Kraut aber auch verzehren! Asthmapatienten können Tulsi- oder Basilikumtee trinken um Verschleimen und Krampfen der Bronchien ein wenig vorzubeugen. Als Fiebersenker-Tee ideal in Kombination mit schwarzem Pfeffer (10-15 Blätter, 3-4 Pfefferkörner zugedeckt 10 min ziehen lassen.) (Reformhaus, Apotheke)


Süssholzwurzel

Entzündungshemmend, schleimhautregenerierend, gut für die Stimme und bei Rachenentzündung, magenschützend und hautverjüngend

In niedriger Dosierung (1/4 TL 2-3x täglich pur oder mit warm Wasser/Tee), da Süssholzwurzel über lange Zeit in hoher Dosis zu Übelkeit, Bluthochdruck oder Elektrolytentgleisungen führen kann, sollte es mit Bedacht und nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.


Thymian

Gut für die Atemwege, den Verdauungstrakt, das Nervensystem, bei Racheninfektion, manchen Hauterkrankungen, Rheuma

Thymian am besten Frisch am Ende des Kochvorganges hinzugeben und das scharfe Aroma genießen. Sehr hitzige Typen mit Magenentzündungen sollten ihn vorsichtig dosieren.

Thymian inhalieren:

Dampfinhalation mit 1EL Thymian (kann auch getrocknet sein) wirkt Entzündungshemmend und macht die Atemwege frei. Salbei kann auch angewendet werden, sollte aber in der Endphase einer Erkältung, wenn die Schleimhaut trocken wird und schmerzt nicht mehr verwendet werden.

Wenn als Tee genossen, kann Honig zur Wirkungsverstärkung hinzugegeben werden.


Zimt, der Kreislaufbooster

Verdauungskraft stärkend, kreislaufanregend, gut bei Schwindel, Zahnschmerzen, Blähungen, Durchblutungsstörungen und Potenzproblemen

1/3 EL gemahlener Zimt mit 2/3EL Rohrohrzucker und ein wenig warm Wasser eingenommen hilft bei Kreislaufschwäche und Energiemangel.... kann als Gewürzmischung in Kombination mit Hülsenfrüchten Blähungen vorbeugen. Asafoetida ist die wichtigste Zutat, ein schwefelhaltiges Harz welches wie Knoblauch schmeckt, aber keine Ausdünstungen erzeugt.

* Wichtiger Hinweis: Bei anhaltenden oder schwer ausgeprägten Beschwerden gehen sie bitte zu einem Arzt Ihres Vertrauens.


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Veröffentlicht in: Ratgeber