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Der Hochzeitstisch - immer das richtige Geschenk zur Hochzeit

Der Hochzeitstisch - immer das richtige Geschenk zur Hochzeit
Vor 6 Monaten

Die Hochzeitssaison beginnt im Mai und das bedeutet neben einer Vielzahl schöner Feste, Rituale und Traditionen vor allem auch eins: Eine Menge Stress! Und das sowohl für Brautpaare als auch für die Gäste. Denn die Suche nach dem richtigen Hochzeitsgeschenk kann oft zur Qual werden. Ähnlich ärgerlich ist auch, wenn sich das Brautpaar nach der Hochzeit in einem Haufen doppelter oder ungewollter Geschenke wiederfindet. Dabei können sogenannte Hochzeitstische sowohl Gästen als auch Brautpaaren das Schenken und beschenkt werden erleichtern.

Bei einem Hochzeitstisch stellt das Brautpaar klassischerweise eine Liste mit den Gegenständen, die es sich von seinen Gästen zur Hochzeit wünscht, bei einem lokalen Händler oder Kaufhaus zusammen. Zum einen haben die Gäste nun eine genaue Auswahl, aus der sie ein passendes Geschenk wählen können, zum anderen muss das frisch vermählte Paar sich nach der Hochzeit nicht um Doppelschenkungen kümmern.

Die Entstehung

Der Hochzeitstisch war die indirekte Ablöse einer viel älteren Tradition, der Mitgift. In Deutschland war es bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts üblich, bei der Hochzeit der Braut die Basisausstattung für den zukünftigen gemeinsamen Haushalt mitzugeben. Dies diente der Braut unter anderem auch als finanzielle Absicherung beim etwaigen Todesfall ihres Mannes. Die Mitgift oder auch Aussteuer wurden traditionell von der Familienseite des Bräutigams erbracht und beinhaltete alle im Haushalt benötigten Gegenstände. Dadurch, dass Wert der Aussteuer und sozialer Status der Braut im direkten Bezug standen, stellte dieser Brauch damals auch ein natürliches Hindernis zur Vermählung von Personen unterschiedlicher sozialer Klassen da.

Die Idee einen Hochzeitstisch in diesem Sinne zu etablieren kam 1924 schließlich von dem Chicagoer Kaufhaus Marshall Field's. Zunächst allerdings nur, um Familienmitgliedern und Freunden die von dem Brautpaar ausgesuchten Porzellan-Muster zu präsentieren, später dann auch, um diese zum Kauf anzubieten. Mit den Jahren entwickelte und verbreitete sich die Idee und sowohl andere Kaufhäuser als auch Einzelhändler begannen, Hochzeitstische verschiedenster Variationen anzubieten. Zum Teil wurden die ausgewählten Objekte aufwendig auf eigenen Tischen arrangiert und beim Kauf von diesem entfernt. Heute findet in der Regel keine solche Ausstellung des Porzellans statt. Einmal gekaufte Artikel werden dann einfach von der ausliegenden Wunschliste des Hochzeitspaares gestrichen.

Die Entwicklung des klassischen Hochzeitstisches

Der klassische Hochzeitstisch hat in den letzten Jahren verschiedene Ausprägungen bekommen. Oft wird die Wunschliste nicht nur bei einem Händler zusammengestellt, sondern das Paar sucht sich vielmehr die Gegenstände, die ihm gefallen bei verschiedenen Anbietern zusammen. Es stellt seine eigene Liste auf und verteilt diese dann - zum Teil mithilfe der Familie - an die geladenen Gäste. Im englisch-sprachigen Raum ist zu beobachten, dass Brautpaare gelegentlich dazu aufrufen, ein Wohltätigkeitsprojekt zu unterstützen bzw. die wohltuende große Hochzeitsreise mitzufinanzieren, statt zu schenken.

Vor allem aber die Idee, sich von nur einem Anbieter unabhängig zu machen, findet große Popularität. Diesen Trend sieht auch Hochzeitexperte Udo Fleckenstein vom Online-Portal hochzeit-total.de: "Für die letzten Hochzeiten, zu denen wir eingeladen waren, bekamen wir auf Wunsch per E-Mail eine Geschenk-Liste oder aber auch die Login-Daten für einen Online-Hochzeitstisch." Virtuelle Online-Hochzeitstische lösen das Problem, mit dem man sich schnell konfrontiert sieht, die eigene Liste an die Gäste zu verteilen und diese auf dem aktuellen Stand zu halten.

"Online Hochzeitstische sind im Kommen", so Fleckenstein. "Wer mit der Hochzeit gerne seinen Bausparvertrag erweitert und auch gerne den Pfarrer zur Hochzeit einlädt," so muss der Experte zugeben, "wird die Idee, einen virtuellen Hochzeitstisch anzulegen, vielleicht zunächst abschrecken." Doch die Vorteile, die Geschenkkoordination digital und online abzuwickeln, liegen klar auf der Hand.

Geschenke-Trends oder warum diese sich nicht ändern

Die Unabhängigkeit vom Elternhaus beginnt heutzutage meist nicht erst mit der Heirat, sondern hat schon weit früher stattgefunden. Und damit zumeist auch die Einrichtung mit eigener Haushaltsware. Zum Zeitpunkt der Hochzeit stehen sich dann oft zwei Menschen gegenüber, die schon einen kompletten Hausrat besitzen. Wie kommt es also das Geschirr und Haushaltselektronik immer noch erste Wahl unter den Hochzeitsgeschenken darstellen?

Zunächst kann man dies wohl mit der Frage des persönlichen Geschmacks beantworten, der ja bekanntlich sehr unterschiedlich ausfällt und bizarrste Formen annehmen kann. Mit der Zusammenlegung zweier Haushalte passt das schöne Geschirr meist nie und die Geschmacksausprägungen nur selten zusammen. Bei einer Neuauswahl kann dann der gemeinsame Stil gefunden werden.

"Die Frage bleibt auch", laut Fleckenstein, "welcher Singlehaushalt schon auf die Idee kommen würde, sich ein edles, 24-teiliges Geschirrservice zuzulegen, wenn unklar ist, mit wem und ob überhaupt in den nächsten Jahren Gebrauch von den edlen Tellern gemacht wird. Heirat bleibt somit nicht zuletzt auch immer noch der beste Grund, den alten Billig-Haushaltsgeräten, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, mit hochwertiger Qualitätsware Abhilfe zu schaffen"


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Veröffentlicht in: Ratgeber